7.03.1817:36

Antwort des Außenministers Russlands, Sergej Lawrow, auf eine Medienfrage nach dem Treffen mit dem Präsidenten Mosambiks, Filipe Nyusi, am 7. März 2018 in Maputo

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Frage: Wie entwickelt sich das Zusammenwirken zwischen Russland und Mosambik im energetischen Bereich angesichts der Erklärung von ExxonMobil im Jahr 2017, der Konzern würde aus gemeinsamen Projekten mit dem russischen Konzern Rosneft austreten? Wird die Arbeit an Rosneft-Projekten in Mosambik fortgesetzt?

Sergej Lawrow: Zu unseren Plänen gehören tatsächlich mehrere Projekte zur Erschließung von Bodenschätzen, insbesondere von Kohlenwasserstoffen, in Mosambik. Konkret wird sich damit unsere bilaterale Regierungskommission für wirtschaftliche und wissenschaftlich-technische Kooperation in ihrer ersten Sitzung beschäftigen, die für April angesetzt ist.

Zu den Projekten, die in letzter Zeit intensiv behandelt wurden, gehört ein Konsortium unter Beteiligung eines Unternehmens aus Mosambik sowie der Firmen Rosneft und ExxonMobil, das sich mit der Erschließung von Kohlenwasserstoffen am Schelf unweit von Mosambik befasst. Zuletzt hörte ich, dieses Konsortium arbeite mit den zuständigen Strukturen der Regierung Mosambiks an der juristischen Ausfertigung aller nötigen Arbeiten zusammen. Falls ExxonMobil gewisse Probleme hat, müsste man sich damit auseinandersetzen. Meines Erachtens sollten das die Teilnehmer des Konsortiums tun – natürlich unter Beteiligung der Vertreter der Regierung Mosambiks.

Wir hoffen sehr, dass bei diesem und auch bei anderen Projekten zwischen Russland und Mosambik (wie auch jedem anderen Land) nicht der politische Kalkül, sondern die wahren Wirtschaftsinteressen des jeweiligen Staates die entscheidende Rolle spielen werden. Wir werden sehen, wie die US-Regierung die Wirtschaftsinteressen von US-Unternehmen respektieren wird.

Ich muss sagen, dass der Präsident Mosambiks, Filipe Nyusi, uns über die Schritte informiert hat, die in letzter Zeit zwecks Vereinbarungen zwischen den Parteien FRELIMO und RENAMO unternommen worden sind. Wir unterstützen sie aktiv und betrachten sie als prinzipiell wichtig für die Überwindung von inneren Problemen dieses Landes auf Basis der nationalen Verständigung und des sozialen Friedens. Wir werden unseren Freunden in Mosambik jede mögliche Hilfe leisten, die dabei nützlich sein könnte.

 

 

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