26 Oktober 201315:20

Kommentar des Departements für Information und Presse des Außenministeriums Russlands zur bevorstehenden 14. Ministersitzung des Euro-arktischen Barentssee-Rats

2116-26-10-2013

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Am 28. und 29. Oktober findet in Tromsö die 14. Ministersitzung des Euro-arktischen Barentssee-Rats (BEAC) statt. Die russische Delegation wird vom ersten stellvertretenden Außenminister Wladimir Titow geleitet.

Der Euro-arktische Barentssee-Rat wurde 1993 gegründet. Ihm gehören an: Russland, Dänemark, Island, Norwegen, Finnland, Schweden und die Europäische Kommission.

Der Rat bildet eine zentrale Struktur für die vielseitige Zusammenarbeit in der Barentssee-Region und seine Aktivitäten sind im Wesentlichen ausgerichtet auf die Förderung der komplexen Entwicklung der Gebiete Nordeuropas, einschließlich der nordwestlichen Gebiete der Russischen Föderation (die Republiken Karelien und Komi, die Gebiete (Oblast) Archangelsk und Murmansk sowie der Autonome Kreis der Nenzen).

Auf der Sitzung sollen die Ergebnisse des zweijährigen Vorsitzes Norwegens in der BEAC, die Wege der weiteren Zusammenarbeit innerhalb des Rates sowie die Perspektiven seiner Ausrichtung auf praktische Aktivitäten besprochen werden. Weiters soll ein Handlungsplan für die Barentssee-Kooperation im Zusammenhang mit dem Klimawandel geprüft werden.

Die Sitzung wird mit der Annahme eines gemeinsamen Kommuniqués abgeschlossen werden, in welchem die russischen Prioritäten Niederschlag finden werden: die Schaffung von Bedingungen für die vollwertige Nutzung des reichen Ressourcenpotentials der Region, welche nicht nur die natürlichen Reichtümer umfassen sondern in erster Linie auch die in der Region angehäuften Kenntnisse und Erfahrungen, das wissenschaftliche Potential, die Fachkräfte, die Aktivierung der geschäftlichen Zusammenarbeit, darunter im Kontext der Perspektiven für die Nutzung der Nordostpassage, die Bildung eines eigenen Instruments zur Projektfinanzierung, in der Perspektive den Übergang zur Visumfreiheit bei gegenseitigen Reisen, die Verbesserung der Koordination zwischen den nördlichen regionalen Räten usw.

Das Schlussdokument der Sitzung sieht die Schaffung einer ad hoc Expertengruppe vor zur Ausarbeitung der Details für einen Mechanismus zur Projektfinanzierung in der Barentssee-Region. Im Kommuniqué werden auch der Projektplan zur Entwicklung des Transportsystems in der Barentssee-Region, die Einrichtung einer Barentssee-Auszeichnung im Kulturbereich und die Schaffung einer Barentssee-Sommerschule begrüßt.

Laut Sitzungsbeschluss wird der BEAC-Vorsitz in Übereinstimmung mit dem Rotationsprinzip für die nächsten zwei Jahre von Norwegen auf Finnland übergehen. Russland hatte den Ratsvorsitz 2007 – 2009 inne und wird den Rat neuerlich 2015 – 2017 leiten.

Neben der BEAC erfolgt die Zusammenarbeit in der Barentssee-Region auch im Rahmen von direkten Kontakten zwischen den lokalen territorialen Institutionen Russlands, Norwegens, Finnlands und Schwedens, welche im Jänner 1993 auf der Sitzung in Kirkenes den Barents-Regionalrat gründeten. Aus Russland gehören diesem Rat an: die Republik Karelien, die Republik Komi, die Gebiete (Oblast) Archangelsk und Murmansk und der Autonome Kreis der Nenzen. In diesem Rat geht der Vorsitz von der schwedischen Provinz Norrbotten auf das Gebiet Archangelsk über.

26. Oktober 2013

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