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7 November 201918:03

Einführungsrede des Außenministers der Russischen Föderation, Sergej Lawrow, während des Treffens mit dem Exekutivdirektor der Organisation „Nuclear Threat Initiative“, Ernest Moniz, am 7. November 2019 in Moskau

2277-07-11-2019

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Sehr geehrter Herr Moniz,

Ich freue mich sehr, Sie in Ihrem neuen Amt wieder zu sehen, das gar nicht weniger bedeutend, als ihr früher Posten ist. Als Sie den Posten des Energieministers der USA bekleideten, haben wir es geschafft, eine große Zahl von Mechanismen abzustimmen, die damals die russisch-amerikanische Zusammenarbeit im Bereich friedliches Atom regelten. Im multilateralen Sinne haben Sie zusammen mit Vertretern Russlands, Europas, der USA, Chinas und Irans geschafft, ein für die ganze Weltgemeinschaft wichtiges Dokument auszuarbeiten – Gemeinsamen umfassenden Aktionsplan zum iranischen Atomprogramm. Leider ist er jetzt unter einem starken Druck wie auch viele andere Fragen im Bereich Nichtverbreitung von Atomwaffen und Abrüstung.

Ich habe ihren mit Senator Sam Nunn gemeinsamen Artikel über das Schicksal des INF-Vertrags mit Interesse gelesen, wo über den Einfluss der aktuellen Situation auf die allgemeine globale Stabilität und strategische Sicherheit berichtet wird. Natürlich teilen wir die im Artikel dargelegte These über die Unzulässigkeit eines Atomkriegs. Vielleicht wissen sie, dass wir US-Kollegen vor einem Jahr vorschlugen, eine gemeinsame Erfahrung der Sowjetunion und der USA zu nutzen und starke politische Erklärungen auf der höchsten Ebene darüber zu machen, dass es in einem Atomkrieg keine Gewinner geben kann, weshalb er nicht entfacht werden darf.

Ich würde gerne Ihre Einschätzungen der Situation hören, besonders im Kontext Ihrer Teilnahme an der heute begonnenen Moskauer Konferenz über Nichtverbreitung, an der ich morgen teilnehmen werde.

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