25 August 202119:23

Einführungsworte des Außenministers Russlands, Sergej Lawrow, beim Treffen mit russischen Landsleuten in Österreich am 25. August 2021 in Wien

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Liebe Freunde,

ich freue mich über unser Treffen. Danke, dass Sie unsere Einladung angenommen haben. Die Arbeit mit unseren Landsleuten ist wichtig für uns. Wir sind daran interessiert, Ihre gleichen Rechte mit diversen Mitteln zu sichern: auf den Zugang zur russischen Kultur, zur russischen Sprache, auf die Aufrechterhaltung der Verbindungen mit Ihrer historischen Heimat. Alle Ihre Wünsche haben für uns eine große Bedeutung. Heute werden wir besprechen, wie die Situation in Ihrem Kreis ist, welche Fragen aufgeworfen werden, wie wir Ihnen noch behilflich sein könnten.

Uns steht ein großes Ereignis bevor: die Wahl der Staatsduma. Wir tun alles dafür, dass unsere Einrichtungen im Ausland unseren Landsleuten alle nötigen Möglichkeiten bieten, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Wir sind daran interessiert, dass möglichst viele unsere Mitbürger, die im Ausland leben, in Wahllokalen erscheinen und ihre Stimme der Partei schenken, die nach ihrer Meinung ihre Interessen am besten widerspiegelt. Wir würden uns nur freuen, wenn sich in Ihren Reihen Menschen finden, die den Verlauf der Abstimmung beobachten würden.

Uns stehen ziemlich große Veranstaltungen bevor. Ich meine den für Mitte Oktober angesetzten VII. Weltkongress der Landsleute in Moskau. Wir erwarten etwa 400 Delegierte aus 102 Ländern, Vertreter von Koordinierungsräten aus verschiedenen Ländern und Regionen. Neben Plenarsitzungen wird es im Rahmen des Kongresses fünf Sektionen geben: „Verteidigung der Rechte der Landsleute“, „Rolle der russischen Sprache bei der Konsolidierung der Gemeinde“, „Massenmedien des ‚Russischen Auslands‘ im Digitalzeitalter“ und „Rolle der Landsleute bei der Wirtschaftskooperation der Regionen Russlands und anderen Ländern“.

Unsere Vorgehensweise ist nun einmal so allumfassend. Hoffentlich wird sie Interesse der Kongressteilnehmer hervorrufen. Zum Abschluss der Plenarsitzung und der Arbeit der fünf erwähnten Sektionen werden bestimmte Empfehlungen formuliert. Wir rechnen damit, dass die Koordinierungsräte auch künftig unsere wichtigsten Partner bleiben.

Ich habe vor kurzem in sozialen Netzwerken eine Diskussion gesehen, dass es neben den Koordinierungsräten auch andere Strukturen gebe, die in den Ländern, wo unsere Landsleute leben, gegründet worden seien. Wir sehen nichts Widersprüchliches daran, dass sie ihre Arbeit fortsetzen und Kontakte zu den Koordinierungsräten knüpfen. Ich würde mich freuen, Ihre Meinung zu dieser Frage zu hören.

Ich stelle mit Genugtuung fest, dass die gesellschaftliche Arbeit unserer Landsleute trotz der Corona-Pandemie nicht aufgehört hat. Das Onlineformat wurde bzw. wird effizient genutzt. Es fanden auch direkte persönliche Kontakte statt. In der für September anberaumten Sitzung der Regierungskommission für die Angelegenheiten der Landsleute im Ausland wird der nächste Komplexe Plan der wichtigsten Veranstaltungen zwecks Umsetzung der russischen Staatspolitik in diesem Bereich bis 2023 verabschiedet werden.

Unter den Präsenzveranstaltungen möchte ich extra das Internationale Forum russischer Landsleute erwähnen, das im Juni stattfand und dem 80. Jahrestag des Beginns des Großen Vaterländischen Kriegs gewidmet war. Es wurde in Minsk und Brest ausgetragen. Unser Ministerium förderte diese Veranstaltung intensiv im organisatorischen und finanziellen Aspekt. Daran haben unsere Landsleute aus mehr als 30 Ländern teilgenommen.

Die Bemühungen um die Bewahrung der historischen Wahrheit  haben unter den aktuellen Bedingungen eine besondere Bedeutung, wenn man die immer häufigeren Versuche zur Umschreibung der Geschichte bzw. der Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs bedenkt, auf die sich die heutige internationale Ordnung stützt.

Ich rechne damit, dass wir nach dem Weltkongress eine regionale Konferenz der Organisationen russischer Landsleute in verschiedenen Ländern Europas im Präsenzformat durchführen werden. Sie ist in Wien geplant, wo Sie gerade leben. Wir sind daran interessiert, mit Ihnen eng zu kooperieren, damit sie Erfolg hat.

Ein besonderes Augenmerk wird bei all diesen Veranstaltungen auf die Arbeit mit unseren jungen Landsleuten gelegt. Das ist eine der größten Prioritäten unserer Arbeit. Im September bietet sich der jungen Generation unserer Landsleute eine weitere Möglichkeit, sich auf dem Forum „Eurasia Global“ zu zeigen, das im Gebiet Orenburg ausgetragen wird. Und in Sofia ist das sechste Weltjugendforum anberaumt, in Bischkek und Lissabon regionale Jugendkonferenzen.

Wir haben ziemlich umfassende Pläne. Es ist uns wichtig, Ihre Wünsche zu erfahren, um sie anschließend mit größtmöglicher Wirkung in die Tat umzusetzen.

 

 

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