25 August 202118:34

Einführungsrede des Außenministers Sergej Lawrow beim Treffen mit Teilnehmern des russisch-österreichischen Gesellschaftsforums „Sotschi-Dialog“ am 25. August 2021 in Wien

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Sehr geehrter Herr Leitl,

liebe Freunde,

wir freuen uns über die Möglichkeit, uns mit Ihnen, den Aktivisten des „Sotschi-Dialogs“, zu treffen. Unseres Erachtens verdienen die Bemühungen der Teilnehmer des „Sotschi-Dialogs“ sowohl von der österreichischen als auch von der russischen Seite die höchste Wertschätzung. Sie tragen zur Festigung der humanitären und gesellschaftlichen Verbindungen zwischen unseren Ländern bei.

Trotz der allgemein bekannten Corona-bedingten Beschränkungen hat sich die Arbeit des Forums nicht verlangsamt. Im Gegenteil – sie wird immer intensiver. Es ist gelungen, neue, kreative und innovative Kooperationsformate zu erarbeiten und einzusetzen. Das bestätigt auch die gemeinsame und aufrichtige Absicht unserer beiden Länder zur weiteren Zusammenarbeit.

Im vergangenen Jahr verzeichnete das Publikum des „Sotschi-Dialogs“ sogar einen Zuwachs. Die Intensität und Qualität der Diskussionen sind selbst im Onlineformat sehr hoch. Daran beteiligen sich Vertreter der kulturellen, akademischen und Geschäftskreise. Es wurde eine ganze Reihe von Büchern herausgegeben, die der Geschichte Russlands und Österreichs gewidmet sind.

Wir halten es für prinzipiell wichtig, dass sich im vergangenen Jahr junge Menschen der Arbeit des Forums angeschlossen haben. Studenten und Doktoranden wirken gern an diversen Vorlesungen, Workshops und Webinaren mit. Es wurde ein neues Bachelor-Programm gestartet, das russisch-österreichischen Forschungen gewidmet ist. Es ist gelungen, nicht nur Studenten, sondern auch Schüler dafür zu begeistern. Sie beteiligen sich mit Freude und großem Interesse an diversen Onlineprojekten, beispielsweise an Cybersport-Wettbewerben.

Wir hoffen, dass in der nächsten Zeit auch unmittelbare persönliche Kontakte wiederaufgenommen werden können. Erste Schritte wurden bereits unternommen. Ich meine vor allem die Organisation von Konferenzen für Genetik und Klimawandel in diesem Sommer im Wissenschafts- und Kulturpark „Sirius“ in Sotschi, die im Rahmen des russischen Jahres der Wissenschaften und Technologien stattfanden. An diesen Veranstaltungen beteiligten sich bekannte russische und österreichische Diplomaten durchaus rege. Wir rechnen damit, dass im September in Salzburg planmäßig eine Diskussion von den regionalen Leitern unserer Länder stattfinden wird.

Wir sehen, dass Errungenschaften vorhanden sind, aber das Potenzial des „Sotschi-Dialogs“ ist viel größer. Eine besondere Aufmerksamkeit sollte unseres Erachtens solchen Richtungen wie Wissenschaft, Technik und Technologien gelten. Unsere Forscher, Vertreter von Nichtregierungsorganisationen beider Länder beteiligen sich intensiv an Diskussionen und tauschen Erfahrungen aus. Wir sind daran interessiert, dass solche gemeinsamen Aktivitäten nachhaltig werden.

Lassen Sie mich abermals betonen, dass die lang erprobten freundschaftlichen und respektvollen Beziehungen Russlands und Österreichs von den Aktivitäten des „Sotschi-Dialogs“ nur profitieren. Ich freue mich auf den heutigen Meinungsaustausch darüber, wie wir auch künftig diese wichtige gesellschaftliche Initiative auf der Ebene unserer Regierungen und Staatsstrukturen fördern könnten.

 

 

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