14 Oktober 202014:20

Einführungsworte des Außenministers Russlands, Sergej Lawrow, bei den Verhandlungen mit dem Außenminister Italiens, Luigi Di Maio, am 14. Oktober 2020 in Moskau

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Sehr geehrter Herr Minister,

sehr geehrte Kollegen,

wir betrachten unser Treffen, das mitten in der Pandemiezeit stattfindet, als einen Beweis für die besondere Wichtigkeit der russisch-italienischen Beziehungen.

Wir legen großen Wert auf die Nachhaltigkeit unserer Beziehungen, die sich seit vielen Jahren beobachten lässt, vor allem dank den vertrauensvollen Kontakten auf höchster Ebene.

Wie auch unsere italienischen Freunde, sind wir überzeugt, dass es wichtig ist, in der aktuellen Situation, die für die ganze Weltgemeinschaft schwierig ist und wegen der Corona-Pandemie noch schlimmer wurde, unsere Beziehungen zu festigen und zu koordinieren, um den Herausforderungen und Gefahren zu widerstehen, mit denen die ganze Weltgemeinschaft konfrontiert worden ist.

Unsere Wirtschaftskooperation entwickelt sich erfolgreich. Sie haben eben gemeinsam mit dem russischen Co-Vorsitzenden, dem Industrie- und Handelsminister Denis Manturow, die 17. Tagung des Russisch-Italienischen Rats für Wirtschafts-, Industrie- und Devisen- bzw. Finanzkooperation durchgeführt. Soweit ich weiß, war sie sehr produktiv.

Unsere Länder haben ein umfassendes Kooperationsfeld im humanitären Bereich. Die Basis der Kontakte bildet dabei das Kooperationsprogramm auf den Gebieten Kultur, Bildungswesen, Massenmedien, Jugendaustausche, Sport und Tourismus, das bis 2022 vorgesehen ist.

Trotz der Corona-bedingten Beschränkungen wird eine ganze Reihe von zuvor geplanten Veranstaltungen umgesetzt: die Gastspiele des Mariinski-Theaters in mehreren italienischen Städten zwischen Juli und September, eine Ausstellung von Werken von Marc Chagall aus den Sammlungen der Gemäldegalerie „Pawel Tretjakow“ und des Russischen Museums; und Ende dieses Monats wird in Mailand eine Ausstellung zum Thema „Frauen in der russischen Kunst – von Ikonen bis zu Malewitsch und Gontscharowa“ eröffnet. Das ist nur ein kleiner Teil der Projekte, die die unsere Länder auf verschiedenen Gebieten umsetzen. Darüber werden wir heute ausführlich sprechen. Angesichts der Schärfe der globalen und regionalen Probleme werden wir ein besonderes Augenmerk auf das außenpolitische Zusammenwirken richten.

Und ein weiteres Mal: Herzlich willkommen!

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