19 Juni 202016:40

Einführungsrede des Außenministers der Russischen Föderation, Sergej Lawrow, während des Gesprächs mit dem Präsidenten der Republik Belarus, Alexander Lukaschenko, am 19. Juni 2020 in Minsk

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Sergej Lawrow: Ich übermittle Ihnen nicht Grüße von Wladimir Putin, da Sie mit ihm gerade gesprochen haben.

Alexander Lukaschenko: Ja, ich habe mit ihm gerade gesprochen. Er sagte: „Bei dir wird ja Sergej Lawrow sein“. Ich fragte ihn, woher er meinen Terminplan kennt. Wladimir Putin bat, Grüße zu übermitteln. Ich übermittle also Grüße vom Chef.

Wir hatten heute tatsächlich ein offenes, gutwilliges Gespräch, obwohl viele denken, dass bei uns etwas „funkelt“. Es funkelt nichts bei uns. Probleme gibt es immer.

Sergej Lawrow: Ein Funk ist für Zündung notwendig, um dann vorwärts zu fahren.

Alexander Lukaschenko: Absolut richtig. Wir betrachten ja so unsere Beziehungen.

Natürlich haben sowohl wir, als auch sie genug Probleme. Dazu gehört auch die Pandemie, die viele Probleme zuspitzte, auch auf der internationalen Ebene – Sie kennen, spüren und verstehen das besser, als ich. Sie haben heute durchaus viele politische Probleme wegen der Verabschiedung der neuen Änderungen zur Verfassung. Bei uns – die Präsidentschaftswahlen. Bei uns läuft ja wie bei Brüdern alles parallel – sowohl bei euch, als auch bei uns widerspiegeln sich diese Probleme. Ich denke, wir werden sie lösen. Das sind keine katastrophalen Probleme.

Sergej Lawrow: Ich habe keine Zweifel daran.

Alexander Lukaschenko: Wenn jemand (aktuell zum Gespräch mit meinem Freund Wladimir Putin) damit rechnet, „uns mit Stirnen aufeinander zu prallen“ (ich zitiere) und unsere Beziehungen zu verschlechtern, wird das nicht klappen. Ich bin mit ihm absolut einverstanden. Wenn jemand damit rechnet, wird es das sicher nicht geben.  Wir werden sowohl die Pandemie, als auch die Informations-, Wirtschafts-, Politik-, Öl- und Gaspandemie überwinden. Wir werden das alles überwinden. Das liegt in unseren Kräften.

Wir haben das Problem der Pandemie besprochen. Ich sehe, wie die Situation mit der Behandlung der Menschen in Russland sich stabilisiert. Wladimir Putin bot mir ein neues Medikament an, das in der Russischen Föderation approbiert wurde und seine Effizienz zeigte. Wir nutzen ja ein japanisches Analogon, doch bei euch ist es vollkommener.

Sergej Lawrow: Das sind die Medikamente einer Gruppe.

Alexander Lukaschenko: Ja. Deswegen habe ich bereits das Gesundheitsministerium von Belarus gebeten, die Lieferungen dieser Medikamente aus Russland zu vollziehen und die russische Variante bzw. Analogon des japanischen Medikaments zu probieren, weil es bereits seine Effizienz selbst an großen Beamten in Russland zeigte. Wir werden es auch probieren. Die Situation ist aber erträglich, ich denke, dass wir meistern werden, zumal – zusammen.

Sergej Lawrow: Vielen Dank für diese Möglichkeit. Wir planten den Besuch vor genau einem Monat, doch die sanitäre Lage ließ Änderungen vornehmen.

Alexander Lukaschenko: Sie sind der erste Mensch, der am Höhepunkt bzw. nach der Pandemie zu uns aus Russland kam.

Sergej Lawrow: Wir führen heute geplante Veranstaltungen durch. Herr Lukaschenko, ich bin für Ihren Empfang sehr dankbar. Ich bin dankbar für die Zusammenarbeit, die von unseren außenpolitischen Diensten auf Grundlage des durch Sie und Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, billigenden zweijährigen Plans umgesetzt wird. Heute werden wir sehen, welche Fortschritte wir hier haben.

Die Arbeit läuft in allen Richtungen, in allen internationalen Organisationen. Heute machen wir einen sehr wichtigen Schritt – wir werden auf Zustimmung von zwei Präsidenten die Zwischenregierungsabkommen über die gegenseitige Anerkennung von Visa unterzeichnen. Das wird eine sehr positive Bedeutung für die Staatsbürger der Drittländer, die Russland und Belarus besuchen, für Geschäftsleute, die hier und in der Russischen Föderation arbeiten, und natürlich Diplomaten, die gleichzeitig in Moskau und Minsk akkreditiert sind, haben. Ich denke, dass es sehr gut wahrgenommen wird, und in der Tat unseren gemeinsamen Aufbau des Unionsstaates voranbringen wird.

 

 

 

 

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