23 Dezember 201919:18

Antwort des Außenministers der Russischen Föderation, Sergej Lawrow, auf Medienfragen am 23. Dezember 2019 in Moskau

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Frage: Es tauchten Informationen auf, dass die Behörden Griechenlands Alexander Winnik zur Auslieferung nicht nach Frankreich, wie erwartet wurde, sondern in die USA vorbereiten. Wird das bestätigt? Könnten Sie das kommentieren?

Sergej Lawrow: Nach unseren Angaben traf die griechische Justiz einen ziemlich schlauen Beschluss, weil es drei Anfragen gab: französische, amerikanische und russische. Trotz dem, worüber wir hier mit dem Außenminister Nikos Dendias sprachen, der versprach, sich unsere Argumente, darunter jene, die unter Berücksichtigung der Änderungen in die griechische Gesetzgebung erneuert wurden, nochmals aufmerksam anzuschauen, teilten sie uns nichts mit und trafen den Beschluss, laut dem das Gericht die Auslieferung (und das Justizministerium stimmte dem zu) nach Frankreich, in die USA und nach Russland empfohlen hat, in dieser Reihenfolge.

Da Frankreich, wie ich gehört habe, bereits auf die Anfrage der Auslieferung verzichtet, bedeutet dieser Beschluss, dass Alexander Winnik in die USA ausgeliefert werden muss, was er kategorisch nicht akzeptiert und einen Hungerstreik erklärte. Wir bezeichnen das als ein absolut unannehmbares Herangehen unserer griechischen Kollegen, die, wie ich nochmals betone, versprachen, die von uns vorgelegten zusätzlichen Fakten zu betrachten, doch das geschah nicht. Wir stehen im engen Kontakt mit ihnen und beharren darauf, dass zusätzliche Handlungen zur Erörterung unseres Antrags durchgeführt werden. Die Botschaft Russlands in Athen arbeitet schon.

Frage: Welche konkrete Maßnahmen kann Moskau gegen US-Sanktionen gegen Nord Stream 2 und Turkish Stream unternehmen? Wann können sie funktionieren und in Kraft treten?

Sergej Lawrow: Ich kann Ihnen nicht gleich alles erzählen. Das ist eine Sache, die eine ruhige Arbeit und Analyse erfordert. Ich kann Ihnen zusichern, dass solche absolut unannehmbare, grobe Handlungen als Verletzung aller möglichen Völkerrechtsnormen, aller diplomatischen und menschlichen Formen nicht ohne Reaktion bleiben werden.

 

 

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