10 November 201919:50

Rede des Außenministers Russlands, Sergej Lawrow, bei der Eröffnung einer Gemäldeausstellung zum 75. Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg am 10. November in Jerewan

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Sehr geehrter Herr Mnazakanjan,

sehr geehrte Kollegen, Freunde,

für mich ist das eine große Ehre, an der Eröffnung der Ausstellung zum 75. Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg teilzunehmen. Vor allem möchte ich mich bei der Leitung der Nationalen Gemäldegalerie bedanken, die ihre hervorragenden Räume in diesem wundervollen Gebäude zur Verfügung gestellt hat.

Die bei der Ausstellung präsentierten Bilder erzählen ausführlich über die tragischen Ereignisse der damaligen Jahre, über die beispiellose Heldentat unserer Väter und Großväter, die auf Kosten von wahnsinnig viel Kraft und von wahnsinnig großen Opfern die Zivilisation vor den Schrecken der „braunen Pest“ gerettet und auf ihrem Weg sozusagen eine zuverlässige Hürde aufgestellt haben.

Vertreter des armenischen Volkes kämpften Schulter an Schulter mit Vertretern anderer Völker der Sowjetunion; sie verteidigten Brest und Moskau, kämpften bei Stalingrad und am Kursker Bogen; sie befreiten den Kaukasus und die Krim; sie eroberten Berlin. Das armenische Volk ist zu Recht stolz auf seine Helden, die einen Beitrag zur Vernichtung des Nazismus leisteten, der sich kaum überschätzen lässt.

In Russland legt man viel Wert auf die permanente Achtung, die in Armenien dem Gedenken an die Ereignisse des Großen Vaterländischen Krieges geschenkt. Es haben sich die Aktionen „Unsterbliches Regiment“ zu einer guten Tradition etabliert, an der sich in diesem Jahr neben 10 000 anderen Menschen auch der Präsident Armeniens, Armen Sarkisjan, beteiligte.

Im kommenden Jahr werden wir den 75. Jahrestag des Großen Sieges feiern. Für uns ist besonders wichtig, dass der Ministerpräsident Armeniens, Nikol Paschinjan, einer der ersten war, die die Einladung des Präsidenten Russlands, Wladimir Putin, zur Teilnahme an den Jubiläumsveranstaltungen auf dem Roten Platz in Moskau am 9. Mai 2020 angenommen haben. Ich weiß, dass Vertreter der armenischen Öffentlichkeit, unter anderem auch solche, die hier präsent sind, gemeinsam mit allen anderen Völkern der ehemaligen Sowjetunion an den Festveranstaltungen aktiv teilnehmen und dadurch die beispiellose Heldentat unserer Vorfahren feiern werden.  

Die jahrhundertelange Freundschaft der Russen und Armenier, die grausame Kriegserprobungen bestanden hat, ist und bleibt das Unterpfand der weiteren Festigung der russisch-armenischen strategischen Partnerschaft zugunsten unserer Bürger, zugunsten der Sicherheit und Stabilität in Transkaukasien und in unserer ganzen Region im Allgemeinen. Wir sind uns einig, dass wir den Versuchen zur Umdeutung der Geschichte und der allgemein anerkannten Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs widerstehen müssen. Die Ausstellung, die wir heute eröffnen, ist einer der sehr wichtigen und konkreten Beiträge dazu.

Das Gedenken an die Helden soll ewig leben, und wir verneigen uns vor den Veteranen. Ich wünsche ihnen viel Gesundheit und alles, alles Gute.

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