8 Juli 202016:34

Gemeinsame Erklärung zu den Ergebnissen der politischen Beratungen der Außenminister Russlands und des „Dreigespanns“ der Afrikanischen Union (Südafrika-Ägypten-Demokratische Republik Kongo)

1045-08-07-2020

  • de-DE1 en-GB1 ru-RU1 fr-FR1

 

1. Am 8. Juli fanden im Videokonferenzformat die ersten jährlichen politischen Beratungen des Außenministers Russlands, Sergej Lawrow, mit den Außenministern der Mitgliedsländer des „Dreigespanns“ der Afrikanischen Union statt, die dabei jeweils als amtierende Präsidentin, früherer Präsident und künftige Präsidentin der Afrikanischen Union auftraten: Naledi Pandor (Südafrika), Samih Schukri (Ägypten) und Marie Tumba Nzeza (Demokratische Republik Kongo). Die Beratungen fanden im Rahmen des Starts der Dialogmechanismen des Partnerschaftsforums Russland-Afrika statt, das nach dem Russland-Afrika-Gipfel am 23. und 24. Oktober 2019 in Sotschi gegründet worden war. An der Veranstaltung beteiligten sich auch die Leiter von diversen zuständigen nationalen Ministerien und anderen Strukturen.

2. Der Außenminister Russlands informierte die Teilnehmer über die wichtigsten Aufgaben des beim Außenministerium Russlands gebildeten Sekretariats des Partnerschaftsforums Russland-Afrika. Unter anderem gehören dazu die allgemeine Koordinierung des Zusammenwirkens Russlands und Afrikas bei der Vorbereitung von Gipfeltreffen, die Festigung der geschäftlichen Verbindungen zwischen russischen und afrikanischen Unternehmen sowie die Entwicklung von einheitlichen russisch-afrikanischen „Fahrplänen“ auf Gebieten wie Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur.

3. Die Minister hoben die Wichtigkeit des engen Zusammenwirkens des Sekretariats des Partnerschaftsforums Russland-Afrika mit den außenpolitischen Behörden der afrikanischen Länder und mit den Sekretariaten der nationalen Strukturen des Afrikanischen Kontinents hervor.

4. Die Minister besprachen darüber hinaus die Maßnahmen zum Ausbau der industriellen Kooperation Russlands und Afrikas sowohl im bilateralen Format als auch unter Beteiligung von subregionalen afrikanischen Organisationen, wie auch zur Vereinfachung des Exports von afrikanischen Waren nach Russland.

5. Die Minister brachten ihre Besorgnis über die andauernde Covid-19-Verbreitung in der Welt bzw. über ihre Folgen zum Ausdruck. Sie verwiesen auf die Notwendigkeit der Intensivierung der internationalen Kooperation bei der Bekämpfung von Epidemien, Pandemien und anderen Problemen im Gesundheitsbereich. Der Außenminister Russlands bestätigte die Bereitschaft seines Landes zur Unterstützung der afrikanischen Länder im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie im bilateralen Format und im Rahmen von multilateralen Strukturen.

6. Die Minister bestätigten, dass der zweite Russland-Afrika-Gipfel im Jahr 2022 auf dem Afrikanischen Kontinent stattfinden wird. Sie einigten sich darauf, dass die konkreten Fristen bzw. der konkrete Austragungsort bei den nächsten politischen Beratungen abgesprochen werden, nachdem ein neuer Präsident der Afrikanischen Union für das Jahr 2022 gewählt worden ist.

7. Die Minister unterstrichen die Wichtigkeit und Aktualität des 60. Jahrestages der Verabschiedung der UN-Erklärung „Über Gewährung der Unabhängigkeit kolonialen Ländern und Völkern“ vom 14. Dezember 1960, der im Jahr 2020 begangen wird.

8. Die Minister bekräftigten zudem die große Bedeutung der Prinzipien der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung der Völker und sprachen sich vehement gegen moderne Formen und Praxen des Fremdenhasses, Rassismus, Neokolonialismus und Nazismus aus.

9. Die Minister einigten sich darauf, die zweiten politischen Beratungen der Außenminister Russlands und des „Dreigespanns“ der Afrikanischen Union im Jahr 2021 durchzuführen.

 

x
x
Zusätzliche Such-Tools