8 Juli 202014:22

Einführungsrede des Außenministers der Russischen Föderation, Sergej Lawrow, während der politischen Konsultationen mit den Außenministern der Troika der Afrikanischen Union (Südafrikanische Republik, Arabische Republik Ägypten, Demokratische Republik Kongo) im Videokonferenz-Format am 8. Juli 2020 in Moskau

1043-08-07-2020

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Sehr geehrte Kollegen,

Ich freue mich, sie alle zu sehen. Unsere Experten lösen weiterhin ein technisches Problem mit dem Anschluss Kairos. Gestern haben wir das geprüft, das System funktionierte normal, doch heute entstanden Schwierigkeiten, was erneut die Wichtigkeit der persönlichen Kontakte hervorhebt, die wir, ich bin mir sicher, in der nahen Zukunft, sobald die Coronavirus-Pandemie vorbei ist, gegen die wir gemeinsam kämpfen, wiederaufnehmen werden. Über dieses Thema werden wir heute ebenfalls sprechen. Natürlich ist das Format der Videokonferenz nützlich. Doch ich betone, dass es die persönlichen Kontakte nicht ersetzt.

Wir sehen, dass neben den Problemen, die mit der Ausbreitung des Coronavirus in allen Ländern, Kontinenten verbunden sind, unter diesen Bedingungen Mängel des heutigen Systems der internationalen globalen Steuerung als Licht kommen. In der Situation, wenn wir alle uns gegen eine gemeinsame Drohung vereinigen sollen, versuchen einige unsere Kollegen in der internationalen Arena leider auf der jetzigen Situation zu spekulieren, ihre eigennützigen Interessen auf Kosten anderer durchzusetzen, darunter die Fortsetzung der Anstrengungen zum Wechsel von unerwünschten Regierungen, Einmischung in die inneren Angelegenheiten souveräner Staaten. Im Ganzen beobachten wir die Versuche, die Grundlagen des universellen Systems des Völkerrechts zu untergraben, das auf  den Prinzipien der UN-Charta ruht, und die Versuche, statt universellen völkerrechtlichen Normen, eine auf Regeln basierende Ordnung einzuführen.

Wir sind davon überzeugt, dass alle diesen Anstrengungen zur Durchsetzung einseitiger Interessen schädlich sind, einen bedeutenden Schaden den allgemeinen Interessen der internationalen Gemeinschaft zufügen, die Vereinigung und Solidarität erfordern. Gerade solches Herangehen wurde von unseren afrikanischen Freunden und Russlands beim ersten in der Geschichte Russland-Afrika-Gipfel in Sotschi im Oktober 2019 gezeigt, wo wir uns für die Festigung des Völkerrechts im Interesse der globalen Stabilität äußerten, und unsere Präsidenten, Ministerpräsidenten die Absicht bestätigten, eine enge Kooperation zur Entwicklung der Partnerschaft in allen Richtungen und zur Verhinderung der Konflikte in Afrika auf Grundlage des Prinzips „Für afrikanische Probleme – afrikanische Lösung“ fortzusetzen.

Wir sind davon überzeugt, dass eine weitere Vertiefung unserer Partnerschaft in allen Richtungen gemäß der in Sotschi verabschiedeten Deklaration auch weiterhin eine wichtige stabilisierende Rolle in globalen und regionalen Angelegenheiten spielen wird.

 

 

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