5 Dezember 201919:36

Auftritt des Außenministers Russlands, Sergej Lawrow, bei einem Pressegespräch nach dem Treffen mit dem Vorsitzenden des Nationalrats der Slowakei, Andrej Dankko, am 5. Dezember 2019 in Bratislava

2535-05-12-2019

  • de-DE1 en-GB1 es-ES1 ru-RU1 fr-FR1

 

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,

meine Damen und Herren,

es war mir sehr angenehm, mich im Rahmen meines Besuchs in Bratislava zur Sitzung des OSZE-Außenministerrats mit dem Vorsitzenden des Nationalrats der Slowakischen Republik, Andrej Danko, zu treffen.

Wir pflegen sehr enge Beziehungen mit der Slowakei, die sich konsequent entwickeln. Im Sommer besuchte der slowakische Ministerpräsident Peter Pellegrini Russland. Wir pflegen regelmäßige Kontakte mit dem Außenministerium der Slowakei. Eine immer größere Bedeutung für unsere Beziehungen hat die Festigung der Kontakte auf der Parlamentsebene. Vor einem Monat besuchte Herr Danko Moskau und trat unter anderem in meiner Alma Mater, der Moskauer Hochschule für internationale Beziehungen (MGIMO), auf – in einer Veranstaltung, die dem 75. Jahrestag des Slowakischen nationalen Aufstands gewidmet war. 2020 werden wir auch weitere wichtige Jahrestage aus den Zeiten des Zweiten Weltkriegs begehen: die Befreiung Europas, bei der die entscheidende Rolle die Rote Armee gemeinsam mit den Kämpfern der Widerstandsbewegung in allen Ländern spielte, die von Faschisten versklavt worden waren. Wir sind durch die Notwendigkeit vereinigt, die junge Generation zu erziehen und ihr die Ablehnung von jeglichen menschenfeindlichen Ideen beizubringen. In der UN-Vollversammlung, in der OSZE warnt Russland gemeinsam mit unseren Anhängern immer wieder vor jeglichen Versuchungen, neonazistische Tendenzen zu begünstigen.

Leider versuchen die Menschen, die aus dem schrecklichsten Krieg in der Geschichte der Menschheit nichts gelernt haben, neonazistische, ultraradikale und menschenfeindliche Ideen in der heutigen Politik voranzutreiben.

In manchen Ländern der Europäischen Union und manchen Ländern, die ihre Beziehungen mit der EU festigen wollen, werden aber Faschisten verehrt, es finden Fackelzüge im Geiste der einstigen Veranstaltungen im Hitler-Deutschland statt, um die These von der Rassenüberlegenheit zu bekräftigen. Das ist unzulässig.

Im Hinblick auf den 75. Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg, der im Mai des kommenden Jahres begangen wird, bereiten wir mit unseren Gleichgesinnten (und Herr Danko ist natürlich einer von ihnen) eine Reihe von Veranstaltungen, bei denen alle Akzente so gesetzt werden, dass es in der Welt nie wieder solche Tragödien gibt.

Zum Schluss möchte ich mich bei dem slowakischen Volk für den sorgsamen Umgang mit allen Soldatenfriedhöfen bedanken, auf denen Rotarmisten beerdigt sind, die neben Slowaken für die Unabhängigkeit unserer Heimat und gegen den Faschismus kämpften.

 

 

Zusätzliche Materialien

Foto

x
x
Zusätzliche Such-Tools