Zum Besuch des Außenministers der Russischen Föderation, Sergej Lawrow, im Haschemitischen Königreich Jordanien

1663-11-09-2017

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PRESSEMITTEILUNG

 

Der Außenminister der Russischen Föderation, Sergej Lawrow, weilte vom 10. bis zum 11. September zu einem Arbeitsbesuch im Haschemitischen Königreich Jordanien. In Amman wurde er von König Abdullah II. empfangen, verhandelte mit dem Minister für Auswärtiges und Angelegenheiten der Emigranten Jordaniens Ayman Safadi.

Bei den stattgefundenen Gesprächen wurde eine bedeutende Aufmerksamkeit der Aufgabe der weiteren Festigung der traditionell freundschaftlichen russisch-jordanischen Beziehungen gewidmet. Der Schwerpunkt wurde dabei auf Fragen der Umsetzung entsprechender Vereinbarungen gelegt, die nach dem Besuch des Königs Abdullah II. in die Russische Föderation im Januar dieses Jahres erreicht wurden, darunter gemeinsame Projekte im Bereich Energie, Tourismus, kulturelle und humanitäre Austausche.

Sergej Lawrow und Ayman Safadi unterzeichneten ein Abkommen zwischen der Regierung der Russischen Föderation und der Regierung des Haschemitischen Königreichs Jordanien über die Aufhebung der Visumspflicht für die Inhaber der diplomatischen, speziellen bzw. Dienstpässe.

Es gab einen ausführlichen Meinungsaustausch zur Situation im Nahen Osten vor dem Hintergrund des dort bleibenden explosiven Potentials der inneren Konflikte und Terrorbedrohungen, die weiterhin einen destabilisierenden Einfluss auf die regionale und internationale Sicherheit ausüben.

Russland und Jordanien bestätigten die prinzipielle Unterstützung der Souveränität, Einheit und territorialer Integrität der Syrischen Arabischen Republik, Alternativlosigkeit der politischen Regelung der Syrien-Krise via einen inklusiven zwischensyrischen Dialog auf Grundlage der Resolution 2254 des UN-Sicherheitsrats. Es wurde eine hohe Einschätzung dem Zusammenwirken Moskaus und Ammans im Rahmen des Astana-Prozesses zur Festigung des Waffenstillstandes in Syrien, darunter in der südlichen Deeskalationszone gegeben.

In Bezug auf den Irak wurden bedeutende Erfolge der Regierung von Haider al-Abadi beim Anti-Terror-Kampf und Wiederherstellung der Kontrolle über die von ISIL ergriffenen Gebiete verzeichnet. Es wurde eine gemeinsame Meinung zugunsten des Erreichens einer zwischenirakischen Einigung via einen Dialog unter Teilnahme aller politischen Kräfte und ethnokonfessionellen Gruppen des Landes ausgedrückt.  Gleichzeitig wurde der Respekt der Souveränität und territorialer Integrität Iraks als eines einheitlichen Föderativstaates festgestellt.

Bei der Besprechung der Lage bei der Nahostregelung wurde die unveränderliche Anhänglichkeit Russlands und Jordaniens an die zweistaatliche Lösung des palästinensischen Problems auf der allgemein anerkannten Völkerrechtsgrundlage, darunter der arabischen Friedensinitiative, die Notwendigkeit der schnellst möglichen Aufnahme der nachhaltigen Verhandlungsprozesses bestätigt.

Sergej Lawrow traf sich ebenfalls mit Leitern der jordanischen Gesellschaft der Freundschaft zu Russland und der Vereinigungen der Absolventen der sowjetischen und russischen Hochschulen.

 

 

 

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