1. Es ist erforderlich, an der Grenzkontrollstelle der Russischen Föderation die ausgefüllte Migrationskarte vorzulegen.

Formulare der Migrationskarten werden ausländischen Staatsbürgern, die in die Russische Föderation einreisen, von Vertretern von Verkehrsunternehmen (vom Bedienungspersonal von Eisenbahnzügen, Passagierflugzeugen, Fluss- und Seeschiffen usw.) kostenlos bereitgestellt.

Die Migrationskarte ist in russischer Sprache auszufüllen. Sie kann auch mit lateinischen Buchstaben ausgefüllt werden – in Übereinstimmung mit den Angaben, die im Pass bzw. anderen Personalausweis enthalten sind. Beide Teile der Migrationskarte sind auszufüllen.

Im Kapitel „Einreiseziel“ ist das Wort „arbeiten“ zu unterstreichen.

Die Migrationskarte besteht aus zwei Teilen: A und B. Nach der Grenzkontrolle bleibt der Teil A bei Grenzschutzbeamten, der Teil B bleibt beim ausländischen Staatsbürger. Auf der Rückseite des Teils B der Migrationskarte machen Grenzschutzbeamte einen Vermerk über die Einreise in die Russische Föderation.

Im Falle der Beschädigung bzw. des Verlustes der Migrationskarte hat der ausländische Staatsbürger sich innerhalb von drei Tagen an die nächste territoriale Abteilung des Föderalen Migrationsdienstes  zu wenden, um ein Duplikat der beschädigten bzw. verlorenen Migrationskarte zu erhalten. Dabei hat er die Dokumente mit der Einreiseerlaubnis in die Russische Föderation vorzulegen. Das Duplikat der Migrationskarte wird kostenlos ausgestellt.

 

  1. Bei der Einreise in die Russische Föderation hat sich der ausländische Staatsbürger innerhalb von drei Werktagen bei einer territorialen Abteilung des Föderalen Migrationsdienstes in seinem provisorischen Aufenthaltsort anzumelden.

Das Anmeldeverfahren sieht die Benachrichtigung der entsprechenden territorialen Abteilung des Föderalen Migrationsdienstes über die Ankunft des ausländischen Staatbürgers in seinem provisorischen Aufenthaltsort vor und muss innerhalb von drei Tagen nach seiner Einreise in die Russische Föderation erfolgen. Man muss wissen, dass jegliche Anmeldeverfahren von der Gastgeberseite übernommen werden; Der ausländische Staatsbürger selbst muss sich nicht an diese oder jene Organisationen wenden und braucht dafür keine Zeit zu verlieren.

Nach der Ankunft in seinem provisorischen Aufenthaltsort hat der ausländische Staatsbürger der Gastgeberseite seinen Pass und seine Migrationskarte zu zeigen; letztere wird bei der Einreise in die Russische Föderation ausgefüllt. Der Pass und die Migrationskarte dürfen dem ausländischen Staatsbürger nicht weggenommen werden.

Die Gastgeberseite kann durch Staatsbürger der Russischen Föderation, ausländische Staatsbürger und Personen ohne Staatsbürgerschaft vertreten sein, die ständig in der Russischen Föderation leben (die Aufenthaltserlaubnis haben), sowie durch juristische Personen, ihre Tochterunternehmen bzw. Filialen, wo der ausländische Staatsbürger faktisch lebt (sich provisorisch aufhält) oder arbeitet.

Wenn der ausländische Staatsbürger in einem Hotel absteigt, tritt die Leitung des Hotels als Gastgeberseite auf, die innerhalb von vierundzwanzig Stunden die jeweilige territoriale Abteilung des Föderalen Migrationsdienstes über die Ankunft des ausländischen Staatsbürgers zu benachrichtigen sowie alle erforderlichen Schritte für die Anmeldung ausländischer Staatsbürger zu machen hat; Die Hotelleitung trägt die Verantwortung für die Einhaltung der festgelegten Aufenthaltsregeln des Ausländers.

Alle für die Anmeldung des ausländischen Staatsbürgers erforderlichen Maßnahmen übernimmt die Hotelleitung.

Aufgrund der vom ausländischen Staatsbürger vorgelegten Dokumente füllt die Gastgeberseite im provisorischen Aufenthaltsort ein Sonderformular zur Benachrichtigung über die Ankunft des ausländischen Staatsbürgers (weiter „Benachrichtigung“). Danach hat die Gastgeberseite innerhalb von vierundzwanzig Stunden das erwähnte Formular samt den Kopien des Passes und der Migrationskarte des ausländischen Staatsbürgers der territorialen Abteilung des Föderalen Migrationsdienstes  bereitzustellen bzw. diese Dokumente per Post zu senden. Eine staatliche Gebühr für die Ausländeranmeldung gibt es nicht.

In Postabteilungen gibt es besondere Schalter, wo der Gastgeberseite das Benachrichtigungsformular zum Ausfüllen geboten wird. Benachrichtigungsformulare werden kostenlos bereitgestellt. Für die Zustellung der Benachrichtigung per Post wird eine Gebühr erhoben, die durch die Bestimmung der Regierung der Russischen Föderation Nr. 10 vom 15. Januar 2007 festgelegt worden ist. Derzeit beträgt diese Gebühr 180 Rubel.

Die territoriale Abteilung des Föderalen Migrationsdienstes bzw. die Postabteilung, die von der Gastgeberseite die ausgefüllte Benachrichtigung und die erwähnten Kopien erhalten hat, macht auf der Benachrichtigung einen Vermerk über ihre Registrierung und gibt den Abriss der Benachrichtigung der Gastgeberseite zurück.

Die Gastgeberseite gibt den Abriss der Benachrichtigung dem ausländischen Staatsbürger. Dass dieser den Abriss der Benachrichtigung mit dem Vermerk über die Registrierung dieser Benachrichtigung hat, bestätigt seine Anmeldung.

Der ausländische Staatsbürger ist berechtigt, die Migrationskontrollorgane über seine Ankunft im provisorischen Aufenthaltsort selbstständig zu benachrichtigen, falls mit Dokumenten beweisbare gewichtige Gründe (Krankheit, physische Unfähigkeit usw.) vorhanden sind, aus welchen die Gastgeberseite die Benachrichtigung dem Meldeamt  nicht selbst überlassen konnte.                                                                                                           

Der ausländische  Staatsbürger, der ständig in der Russischen Föderation lebt, ist zudem berechtigt, das entsprechende Meldeamt über seine Ankunft im provisorischen Aufenthaltsort unmittelbar oder im Sinne der Vorschriften per Post zu benachrichtigen – auf schriftliche Zustimmung der Gastgeberseite.

Vor der Abreise gibt der ausländische Staatsbürger den Abriss der Benachrichtigung der Gastgeberseite zurück, damit diese sie unmittelbar oder per Post der territorialen Abteilung des Föderalen Migrationsdienstes überreicht. Die Gastgeberseite hat das innerhalb von zwei Werktagen nach der Abreise des ausländischen Staatsbürgers zu tun.

Bitte beachten Sie, dass die Aufenthaltszeit des ausländischen Staatsbürgers in der Russischen Föderation durch die Gültigkeit des ihm ausgestellten Visums bestimmt wird.

Die Aufenthaltszeit des ausländischen Staatsbürgers in der Russischen Föderation, der die Russische Föderation im Sinne einer Vereinbarung besuchte, die keine Visumausstellung vorsieht, höchstens neunzig Tage betragen darf – außer der Fälle, die in den Gesetzen der Russischen Föderation vorgesehen sind.

Der ausländische Staatsbürger verpflichtet sich, die Russische Föderation nach dem Ablauf der genehmigten Aufenthaltsfrist zu verlassen.  Zur Verlängerung der Gültigkeitsdauer des Visums bzw. Aufenthaltsfrist soll man sich rechtszeitig an den Migrationsdienst vor dem Ablauf der oben erwähnten Frist wenden.

Die Verletzung der Regeln der Migrationsanmeldung kann die Heranziehung des ausländischen Staatsbürgers zur administrativen Verantwortung in Form einer Geldstrafe in Höhe von 2000 bis 5000 Rubel nach sich ziehen, die in einigen Fällen mit der Abschiebung aus der Russischen Föderation begleitet wird. Abgeschobenen ausländischen Staatsbürgern kann die Einreise in die Russische Föderation für bis zu fünf Jahren verboten werden.

Beim Verlust des Ausweises, der Migrationskarte und des Abrisses der Bescheinigung bzw. bei jeden unvorhersehbaren Umständen kann das Vorhanden der Kopien dieser Dokumente beim ausländischen Staatsbürger bestätigen, dass diesem Staatsbürger tatsächlich diese Dokumente erteilt wurden und er die Migrationsregeln befolgt.

 

3. Ausländischer Staatsbürger darf Arbeitstätigkeit ohne Arbeitsgenehmigung bzw. im Alter unter 18 Jahren nicht ausüben.

Zum Erhalten der Arbeitsgenehmigung innerhalb der Aufenthaltsfrist soll sich der ausländische Staatsbürger an eine territoriale Abteilung des russischen Migrationsdienstes gemäß dem Anmeldeort wenden und einen Antrag zur Erteilung einer Arbeitsgenehmigung in festgelegener Form einreichen.

Dem Antrag werden folgende Dokumente beigelegt:

  • Kopie des Antrags;
  • Ein Farbfoto 30х40 mm;
  • Personalausweis des ausländischen Staatsbürgers, der als solcher in der Russischen Föderation anerkannt wird;
  • Migrationskarte mit dem Stempel der Grenzdienstes;
  • Quittung über die Bezahlung der Staatsgebühr zur Erteilung der Arbeitsgenehmigung für einen ausländischen Staatsbürger.

Die Staatsgebühr zur Erteilung der Arbeitsgenehmigung beläuft sich bei 1000 Rubel.

Es ist verboten, einen Antrag eines ausländischen Staatsbürgers zur Erteilung der Arbeitsgenehmigung abzulehnen, ausgenommen Fälle, bei denen der ausländische Staatsbürger die oben genannten Dokumente nicht bereitstellen kann.

Der bevollmächtigte Vertreter der territorialen Abteilung des Föderalen Migrationsdienstes Russlands registriert den Antrag, verleiht ihm eine Registrierungsnummer und übergibt dem Antraggeber eine Kopie des Antrags mit dem Datum seiner Aufnahme.

Die Arbeitsgenehmigung wird dem ausländischen Staatsbürger persönlich nach der Vorweisung eines Personalausweises, der als solcher in der Russischen Föderation anerkannt wird, ausgestellt.

Die Arbeitsgenehmigung wird im Rahmen der festgelegten Quote zur Erteilung der Arbeitsgenehmigungen durch eine territoriale Abteilung des Föderalen Migrationsdienstes innerhalb von 10 Werktagen unter Bedingung ausgestellt, dass die oben genannten Dokumente bereitgestellt wurden und der ausländische Staatsbürger im Alter ab 18 Jahren ist und die bereitgestellten Dokumente keine falschen und fehlerhaften Angaben enthalten.

Falls beim Einreichen des Antrags an die territoriale Abteilung des Föderalen Migrationsdienstes der ausländische Staatsbürger keine konkrete Arbeitsstelle hat, kann er sich an ein Exekutivorgan wenden, das sich mit der Beschaffung der Arbeitsplätze im entsprechenden Subjekt der Russischen Föderation befasst.

4. Falls die Arbeitsgenehmigung einem ausländischen Staatsbürger für mehr als 90 Tage ausgestellt wurde, muss er sich innerhalb von 30 Tagen nach dem Erhalt der Genehmigung in der territorialen Abteilung des Föderalen Migrationsdienstes folgende Dokumente bereitstellen:

- Dokumente, die das Fehlen der Infektionskrankheiten, die Gefahr für andere Menschen darstellen (Lepra (Hansen-Krankheit), Tuberkulose, Syphilis, Lymphogranuloma inguinale, Ulcus molle) nachweisen.

- Bescheinigung über das Fehlen einer HIV-Infektion.

- Dokumente, die das Fehlen der Drogensucht nachweisen.

Falls ein ausländischer Staatsbürger die notwendigen medizinischen Dokumente rechtszeitig nicht bereitstellt, wird die ausgestellte Arbeitsgenehmigung annulliert. Der Arbeitgeber verpflichtet sich, den Arbeits- bzw. zivilrechtlichen Vertrag zu kündigen.

 

5. Ein ausländischer Staatsbürger, der eine Arbeitsgenehmigung für mehr als 90 Tage seit der Einreise in die Russische Föderation bekommen hat, soll einen Job innerhalb von 90 Tagen seit der Einreise in die Russische Föderation finden. Im Gegenfall soll er die Russische Föderation trotz der Dauer der Arbeitsgenehmigung von mehr als 90 Tagen verlassen.

 

6. Nach dem Abschluss eines Arbeits- bzw. zivilrechtlichen Vertrags soll der Arbeitgeber bzw. die Person, die einen Antrag zur Arbeitserfüllung (Erbringung einer Leistung) einreichte, die territoriale Abteilung des Migrationsdienstes und ein Organ zur Beschaffung eines Arbeitsplatzes des entsprechenden Subjektes der Russischen Föderation darüber benachrichtigen und die Gültigkeitsdauer solches Vertrags zur Verlängerung der Aufenthaltsdauer eines ausländischen Staatsbürgers in der Russischen Föderation angeben.

Nach dem Erhalt einer Benachrichtigung zur Verlängerung der Aufenthaltsdauer hat der ausländische Staatsbürger das Recht, in der Russischen Föderation innerhalb der Gültigkeitsdauer der Arbeitsgenehmigung zu bleiben.

Der Arbeitgeber bzw. eine Person, die einen Antrag zur Arbeitserfüllung (Erbringung der Leistung) einreichte, soll den Abriss der zweiten Benachrichtigung dem ausländischen Staatsbürger übergeben.

 

7. Der ausländische Staatsbürger ist nicht berechtigt, die Arbeitstätigkeit außerhalb des Subjektes der Russischen Föderation auszuüben, das ihm die Arbeitsgenehmigung erteilte, ausgenommen der von der Gesetzgebung vorgesehenen Fälle.

 

8. Der ausländische Staatsbürger ist berechtigt, die Aufenthaltsdauer mit dem Ziel der Arbeitstätigkeit zu verlängern, allerdings nicht mehr als für ein Jahr. Dafür soll er sich an die territoriale Abteilung des Föderalen Migrationsdienstes bis zum Ablauf der in der Benachrichtigung über die Anmeldung am Aufenthaltsort angegebenen Aufenthaltsdauer wenden und eine Arbeitsgenehmigung für eine neue Frist bekommen.

Falls ein ausländischer Staatsbürger die Verlängerung der Arbeitsgenehmigungsdauer nicht beantragt, trägt er administrative Verantwortung in Form einer Geldstrafe in Höhe von 2500 bis 5000 Rubel, die in einigen Fällen mit der Abschiebung begleitet wird. Abgeschobenen ausländischen Staatsbürgern kann die Einreise in die Russische Föderation für bis zu fünf Jahren verboten werden.

 

9. Beim Abschluss eines neuen Arbeitsvertrags soll der Arbeitgeber die territoriale Abteilung des Migrationsdienstes über das Abschließen eines neuen Arbeitsvertrags benachrichtigen und dem ausländischen Arbeiter den Abriss der neuen Benachrichtigung mit einem entsprechenden Vermerk übergeben.