17 März 201009:54

Antwort des Amtssprechers Außenministeriums Russlands A.A. Nesterenko auf die Frage der Medien über die Situation in Jerusalem

317-17-03-2010

  • ru-RU1 de-DE1 es-ES1

Frage: In den letzten Tagen, nachdem die Israelis ihre neuen Plдne ьber die Erweiterung der Siedlungen in Jerusalem und die Erцffnung dort der Synagoge Hurva in unmittelbarer Nдhe von dem Komplex der Moschee Al Aqsa bekanntgaben, verschдrfte sich die Situation in Ostjerusalem und auf dem westlichen Ufer des Jordan. Infolge der ZusammenstцЯe von palдstinensischen Demonstranten mit der israelischen Polizei gibt es auf beiden Seiten Verletzte, Dutzende von Palдstinensern wurden verhaftet. Wie kann das AuЯenministerium Russlands diese Ereignisse kommentieren?

Antwort: Wir nehmen die Verschдrfung der Lage auf palдstinensischen Territorien, unter anderem auch in Jerusalem, mit groЯer Besorgtheit entgegen. Wir halten es fьr notwendig, dass die Seiten Zurьckhaltung zeigen und keine Handlungen unternehmen, die zur weiteren Eskalation der Spannung fьhren kцnnen. Umso mehr da die Fragen, die mit Jerusalem verbunden sind, einen besonders sensiblen Charakter fьr die Verfolger der drei monotheistischen Religionen und die ganze Weltgemeinschaft haben.

Unsere prinzipielle Position ist gut bekannt: wir sind gegen einseitige Schritte, die die Ergebnisse der Verhandlungen zu Jerusalem, sowie zu anderen Fragen betreffend des endgьltigen Status, vorausbestimmen. Es ist notwendig, dass die beiden Seiten so schnell wie mцglich die Verhandlungen wiederaufnehmen und wдhrend eines ernsten politischen Prozesses eine sie befriedigende Entscheidung auf bekannter international-rechtlicher Grundlage erzielen. Es ist unmцglich, dies zu erreichen, ohne eine entsprechende gьnstige Atmosphдre zu schaffen und die letzten Ereignisse laufen einer solchen Vorstellung eindeutig zuwider.

Wir gehen davon aus, dass die am 19. Mдrz in Moskau bevorstehende Ministersitzung des „Quartetts" es erlaubt, den ganzen Fragenkomplex der entstandenen Situation zugunsten der Fцrderung eines gerechten und allumfassenden Friedens in der Region sachlich zu behandeln.

17. Mдrz 2010

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