Kommentare und Aussagen von Ausländischen Ministeriumssprecher

31 Juli 201715:53

Stellungnahme der Informations- und Pressestelle des Außenministeriums Russlands zur verweigerten Aufnahme Russlands auf die Teilnehmerliste des internationalen Projekts zur Erneuerung des Memorials auf dem Gelände des ehemaligen nazistischen KZ-Lagers Sobibor

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Wir sind über die Weigerung Warschaus, Russland am internationalen Projekt zur Erneuerung der Gedenkstätte Sobibor teilnehmen zu lassen, enttäuscht.

Wir dürfen erinnern, dass die russische Seite zur Teilnahme an diesem Projekt im Jahr 2013 eingeladen worden war. Dieses von Polen, Israel, den Niederlanden und der Slowakei initiierte Projekt sieht den Bau eines neuen Memorials, die Ausstattung des dortigen Museums und die Errichtung der entsprechenden Infrastruktur vor. Russland reagierte auf diese Einladung positiv und brachte seine Bereitschaft zur Teilnahme an der Verewigung des Gedenkens an die KZ-Häftlinge zum Ausdruck, darunter an die Teilnehmer eines heroischen Aufstands im Jahr 1943, der von sowjetischen Kriegsgefangenen um den Rotarmisten Alexander Petscherski organisiert worden war. Darüber hinaus äußerte Moskau die Bereitschaft zur Mitfinanzierung der Einrichtung des Memorials.

Aber die weitere Besprechung der Teilnahme Russlands an dem Projekt mit der polnischen Seite blieb erfolglos: Unter verschiedenen Vorwänden verlegte Warschau immer wieder die endgültige Entscheidung, stellte an Russland immer neue Bedingungen, die der russischen Seite nie vollständig mitgeteilt wurden. Letztendlich erhielt Moskau im Juli von Warschau die offizielle Mittteilung, dass in einer Sitzung des Internationalen Verwaltungsausschusses des Projekts am 12. und 13. Juni beschlossen worden sei, „die Kooperation in der alten Zusammensetzung fortzusetzen, die schon seit mehreren Jahren besteht“.

Wir halten diese Entscheidung für unmoralisch aus der Sicht der historischen Wahrheit. Man kann wohl nicht negieren, dass Russlands Beteiligung an der Erneuerung der Gedenkstätte Sobibor absolut gerechtfertigt wäre. Diese Ignoranz von historischen Fakten lässt sich kaum rational erklären und sollte von der Weltgemeinschaft nicht übersehen werden. Die Entscheidung, Russland an diesem Projekt nicht teilnehmen zu lassen, ist Teil des Russland-Hasses seitens Warschaus, das daraus in letzter Zeit  kein Hehl macht, und der Absicht der Polen, ihre Ansichten zur Geschichte anderen aufzuzwingen, indem sie versuchen, die Rolle der Sowjetunion und der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg kleinzureden.

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