6 Januar 200311:44

ERKLAERUNG DES STELLVERTRETENDEN SPRECHERS DES AUSSENMINISTERIUMS RUSSLANDS B.N.MALACHOW IM ZUSAMMENHANG MIT TERRORISTISCHEN AKTEN IM NAHEN OSTEN

14-06-01-2003

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ERKLAERUNG DES STELLVERTRETENDEN SPRECHERS DES AUSSENMINISTERIUMS RUSSLANDS B.N.MALACHOW

Im Zusammenhang mit terroristischen Akten im Nahen Osten

Im Nahen Osten spitzte sich wieder die Lage. Gestern geschahen im Zentrum von Tel Aviv zwei terroristische Akte. Zwei Palaestinenser-Kamikaze sprengten sich in einem belebten Stadtviertel, bei einem starken Menschenandrang, was zu zahlreichen Opfern fuehrte. Nach erhaltenen Angaben sind nicht weniger als 23 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch Frauen und Kinder, mehr als Hundert Menschen sind verwundet. Einige palaestinensische extremistische Gruppierungen uebernahmen gleichzeitig die Verantwortung fuer das Veruebte.

In Russland, dass viele Male die Sorgenlast aehnlicher barbarischen Verbrechen erlebte, wird das tiefste Beileid an die nahen Verwandten der Umgekommenen ausgesprochen, ein aufrichtiges Mitleid mit Verunglueckten gespuert. Wir verurteilen entschieden unmenschliche Angriffe der Terroristen, und rufen die palaestinensische Leitung, die sich gegen diese Terrorakte ausgesprochen hat, auf, alle zu seiner Verfuegung stehenden Mittel fuer den Kampf gegen beliebige Erscheinungsformen des Terrorismus auszunutzen.

Die Organisatoren der veruebten Terrorangriffe rechnen offensichtlich darauf, den Dialog verschiedener palaestinensischer Oragnisationen in Kairo, in dessen Rahmen Moeglichkeiten der Feuereinstellung besprochen werden, zum Scheitern zu bringen. Diese Handlungen sind auch auf Torpedierung des internationalen Treffens zur Unterstuetzung palaestinensischer Reformen, deren Durchfuehrung fuer Mitte Januar in London geplant ist, gerichtet.

Nach der erhaltenen Information begann Israel in der Nacht eine Militaeroperation mit Hubschrauberanwendung in Gaza und unweit des palaestinensischen Lagers Rafach. Bei Anerkennung des vollen Rechtes Israels seine Sicherheit zu gewaehrleisten, und in diesem Zusammenhang auch entsprechende Massnahmen zu ergreifen, hoffen wir darauf, dass die israelische Leitung Opfern unter der friedlichen palaestinensischen Bevoelkerung nicht zulaesst.

Den 06. Januar 2003

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