13 Januar 200315:18

INTERVIEW ALEXANDER JAKOWENKOS, AMTLICHER SPRECHER DES AUSSENMINISTERIUMS DER RF, FÜR DIE RIA „NOWOSTI" ZU DEN RUSSISCH-SYRISCHEN BEZIEHUNGEN IM ZUSAMMENHANG MIT DEM AM 14. - 16. JANUAR BEVORSTEHENDEN RUSSLAND-BESUCH DES VIZEPRÄSIDENTEN SYRIENS ABDEL HALIM KHADDAM

48-13-01-2003

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Frage: Wie kцnnten Sie die Beziehungen zwischen Russland und Syrien in der gegenwдrtigen Etappe kommentieren?

Antwort: Syrien ist eines der fьhrenden Lдnder der Region nicht nur vom Standpunkt seines Wirtschafts- und Menschenpotentials, sondern auch wegen der politischen Rolle, die es im Nahen Osten spielt. Auf die Stimme von Damaskus hцrt man in der arabischen und der gesamten islamischen Welt. Unbestreitbar ist auch die Tatsache, dass Syrien in puncto allumfassende nahцstliche Regelung ein Schlьsselland ist.

Die russisch-syrischen Beziehungen haben eine langjдhrige, an wichtigen Ereignissen reiche Geschichte. Seit Jahrzehnten zeichnen sie sich durch ihren freundschaftlichen Charakter, ein hohes MaЯ an gegenseitigem Verstдndnis und die Respektierung der gegenseitigen Interessen aus. Zwischen unseren beiden Lдndern werden regelmдЯig politische Kontakte auf allen Ebenen unterhalten.

Fruchtbar waren und bleiben unsere Handels- und Wirtschaftsbeziehungen. Mit Hilfe unseres Landes wurden in Syrien ьber 200 wichtige Wirtschaftsobjekte gebaut, vor allem betrifft das Bereiche wie die Energiewirtschaft, das Transportwesen, die Erdцlfцrderung und die verarbeitende Industrie. Der russisch-syrische Warenumsatz belief sich 2001 auf 163 Mio. USD.

Frage: Wie verlдuft das russisch-syrische Zusammenwirken auf internationaler Ebene? Welches sind seine wichtigsten Orientierungspunkte?

Antwort: Russland und Syrien tauschen ihre Meinungen ьber einen weiten Komplex von Fragen der internationalen und regionalen Lage aus; die grцЯte Beachtung gilt dabei selbstverstдndlich dem Problem des palдstinensisch-israelischen Konfliktes. Erцrtert werden die Perspektiven einer Wiederaufnahme des Verhandlungsprozesses auf dem syrisch-israelischen und dem mit diesem eng verbundenen libanesisch-israelischen Abschnitt der nahцstlichen Regulierung. Da Syrien ein Mitglied des UNO-Sicherheitsrates ist, wenn auch kein stдndiges, wird im russisch-syrischen Dialog nicht wenig Platz der Erцrterung der UNO-Problematik, daruner der Tдtigkeit des Sicherheitsrates, eingerдumt. Beachtet werden ferner andere aktuelle internationale Probleme von gegenseitigem Interesse.

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