6 April 201710:40

Erklärung des Außenministeriums Russlands

682-06-04-2017

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In Moskau ist man über die Situation bei der palästinensisch-israelischen Regelung sehr beunruhigt. Während die Palästinenser und Israelis seit fast drei Jahren keine politischen Verhandlungen führen, verschlechtert sich zunehmend die Situation in der Region.

Das Vakuum im Nahost-Friedensprozess schafft Voraussetzungen für einseitige Schritte, die den Perspektiven einer völkerrechtlich anerkannten Lösung des Palästina-Problems schaden, die eine friedliche und sichere Koexistenz der zwei Staaten, Israels und Palästinas,  vorsehen würde.

In Moskau hält man nach wie vor die Formel der Regelung der Beziehungen zwischen beiden Staaten auf dem Verhandlungsweg für optimal, weil das den nationalen Interessen der mit uns befreundeten Völker Palästinas und Israels sowie den Interessen aller Länder der Region und der ganzen Weltgemeinschaft entsprechen würde.

Wir bestätigen unsere Treue den Beschlüssen der UNO bezüglich der Regelungsprinzipien, darunter des Status Ost-Jerusalems als Hauptstadt des künftigen palästinensischen Staates. Gleichzeitig halten wir es für nötig, zu erklären, dass wir in diesem Kontext West-Jerusalem als Hauptstadt Israels betrachten.

Konkrete Aspekte der Lösung des gesamten Spektrums der Fragen bezüglich des endgültigen Status der palästinensischen Territorien, darunter des Jerusalem-Problems, sollen bei direkten Verhandlungen zwischen den Seiten vereinbart werden. Als ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats, Co-Sponsor des Friedensprozesses und aktiver Teilnehmer des Nahost-Quartetts wird Russland auch weiterhin die Israelis und die Palästinenser bei den Verhandlungen unterstützen. Besonderes Augenmerk werden wir auf die Förderung der Möglichkeiten zum freien Zugang zu den heiligen Stätten in Jerusalem für alle Gläubigen richten.

 

 

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