8 März 201712:37

Zur UN-Veranstaltung zu Problemen der friedlichen Koexistenz verschiedener Religionen im Kontext des Christenschutzes

446-08-03-2017

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PRESSEMITTEILUNG

 

Am 7. März fand im Genfer Palais des Nations am Rande der 34. Tagung des UN-Rats für Menschenrechte eine Konferenz hoher Ebene „Gegenseitiger Respekt und friedliche Koexistenz als Voraussetzung für zwischenreligiösen Frieden und Stabilität: Unterstützung der Christen und Vertreter anderer Religionen“ statt.

Die Veranstaltung wurde von Armenien, der Vatikanstadt, dem Libanon und Russland organisiert. Ihnen schlossen sich Brasilien, Ungarn, Griechenland, Spanien, Zypern, Serbien und Kroatien an.

Die Konferenz eröffneten der Vorsitzende der Abteilung für äußere kirchliche Kontakte des Moskauer Patriarchats, Metropolit Ilarion, der Außenminister Ungarns, Peter Szijjarto, der Vizepremier und Außenminister Kroatiens, Davor Stier.

Am Forum beteiligten sich die Leiterin des Europäischen Instituts für Demokratie und Zusammenwirken, Natalja Narotschnizkaja, die Vizevorsitzende der Kaiserlichen Orthodoxen Gesellschaft Palästinas, Jelena Agapowa, der Erzbischof Michail der Genfer und Westeuropäischen Russischen orthodoxen Kirche im Ausland, der Vorsitzende der Geistlichen Verwaltung der Muslime der Republik Tatarstan, Kamil Samigullin, Mitglieder der internationalen Gesellschaftsorganisation „Globaler russischer Volkssobor“, Vertreter von politischen und gesellschaftlichen Kreisen, kirchliche Hierarche, Wissenschaftler, Politiker, Diplomaten und Journalisten.

Die Diskussion wurde zur logischen Fortsetzung der vor zwei Jahren in Genf stattgefundenen Konferenz zum selben Thema unter Beteiligung des Außenministers Russlands, Sergej Lawrow, sowie der in der 28. Tagung des Menschenrechtsrats auf Initiative Russlands, der Vatikanstadt und des Libanons vereinbarten gemeinsamen Erklärung von 65 Ländern „Zur Unterstützung der Menschenrechte der Christen und anderer Gemeinden, insbesondere im Nahen Osten“.

Im Laufe der Konferenz wurde hervorgehoben, dass die Verfolgung der Christen in der modernen Welt wirklich bedrohlich geworden ist. Es wurde festgestellt, dass im Nahen Osten und in Nordafrika Christen aus ihren Heimatregionen von extremistischen Gruppierungen verdrängt und vernichtet werden, dass christliche Kulturobjekte barbarisch zerstört werden. Dadurch geht die Zahl der Christen in dieser Region stark zurück.

Die Teilnehmer der Konferenz verwiesen auf die im vorigen Jahr in Havanna unterzeichnete gemeinsame Erklärung des Patriarchen Kyrill von Moskau und Ganz Russland und des Papstes Franziskus, in der sie die Weltgemeinschaft zu unverzüglichen Maßnahmen aufgefordert hatten, damit die Flucht der Christen aus dem Nahen Osten ein Ende findet.

Viel Aufmerksamkeit wurde der Diskriminierung und Verfolgung der Ukrainischen orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats in der Ukraine und den Problemen geschenkt, auf die Christen in europäischen Ländern stoßen.

Die Teilnehmer unterstrichen extra, dass der Aufschwung der radikalen antichristlichen Stimmungen in vielen Ländern die Reaktion auf das aggressive Aufzwingen der Gesellschaft von fremden „Werten“ und Standards ist. In diesem Zusammenhang wurde die Bedeutung der religiösen Aufklärung hervorgehoben, die ein effizientes Instrument der Vorbeugung des Extremismus werden sollte. Es wurde festgestellt, dass die Erweiterung der Kenntnisse über die christliche Religion und die Bekanntschaft mit den Grundlagen anderer religiösen Lehren viele Menschen davor bewahren könnten, in die Falle der extremistischen Ideologie zu geraten.

Im Laufe der Konferenz wurde die große Bedeutung der Entwicklung eines gegenseitig respektvollen Dialogs, der Vereinigung der Bemühungen von Vertretern verschiedener Religionen zwecks Aufrechterhaltung des Friedens und Einvernehmens zwischen verschiedenen Religionen hervorgehoben. Die Weltgemeinschaft wurde dabei aufgefordert, die Rechte der Christen in der Welt zu verteidigen sowie ihre Treue der Einhaltung der Glaubensrechte zu bestätigen, die in den grundlegenden menschenrechtlichen Instrumenten verankert sind.

Russland wird auch weiterhin viel Aufmerksamkeit dem Problem des Schutzes der Christen, der Förderung des Friedens und Dialogs zwischen Vertretern verschiedener Religionen schenken, darunter in Konfliktregionen.

 

 

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