16 Februar 201719:26

Stellungnahme und Antworten auf Medienfragen des Außenministers Russlands, Sergej Lawrow, nach dem Treffen mit US-Außenminister Rex Tillerson, am 16. Februar 2017 in Bonn

290-16-02-2017

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Wir hielten ein Treffen mit US-Außenminister Rex Tillerson ab. Das Treffen war pragmatisch, und ich würde sagen, produktiv im Sinne, dass wir unsere Visionen davon verglichen, wie man sich in Richtungen bewegen soll, die unsere Präsidenten am 28. Januar beim Telefongespräch erörterten. Wir bestätigten das Vorhanden gemeinsamer und übereinstimmender Interessen, vor allem in Bezug auf den unversöhnlichen Antiterrorkampf, im Kontext politischer Regelung in Bezug auf die Kooperation bei Syrien-Krise, anderen Ländern der Region, wo Terrorismus ebenfalls sich verbreitet. Wir besprachen die Situation in Afghanistan, in der Ukraine. Bei all diesen Richtungen sind unsere US-Partner am Anschluss an Anstrengungen interessiert, die zur Überwindung dieser Konflikte unternommen werden.

Sobald ein Team im US-Außenministerium und anderen Behörden, die sich mit dieser Frage befassen, gebildet wird, sind wir bereit, entsprechende Kontakte zu entwickeln. Es ist klar, dass wir nicht alle Probleme lösen konnten. Ich denke, dass sie bei den Beziehungen zwischen solchen großen Mächten wie Russland und die USA nie gelöst werden. Doch wir haben ein gemeinsames Verständnis davon, dass dort, wo die Interessen übereinstimmen, und es gibt viele solche Bereiche, müssen wir uns vorwärts bewegen und die Fähigkeit der USA und Russlands zeigen, die Rolle zu spielen, die ihnen dank Positionen in der Weltarena gehört.

Wir schnitten die Situation in bilateralen Beziehungen an, die von Administration von Barack Obama deutlich untergraben wurden, besonders in den letzten Monaten. Seitens US-Außenminister Rex Tillerson wurde die Bereitschaft bestätigt, die US-Präsident Donald Trump während des Gesprächs mit Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, äußerte – diese Periode zu überwinden, alles künstliche beim Verständnis davon zu beseitigen, dass es in den Beziehungen immer Fragen bleiben werden, die Abstimmung und Lösung erfordern. Alle Auseinandersetzungen können nicht sofort überwunden werden.

Wir haben es vereinbart, dass wir die Kontakte fortsetzen werden. Wir werden eine Reihe Möglichkeiten in den nächsten Monaten haben. Wir werden davon ausgehen, dass wenn Präsidenten es für möglich halten werden, findet das Treffen des Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, und Präsident der USA, Rex Tillerson, statt.

Frage: Wurde die Frage der Sanktionen besprochen?

Sergej Lawrow: Die Frage der Sanktionen wurde nicht besprochen. Wir gehen davon aus, dass dies eine Anomalie ist und jene, die zu Sanktionen griffen, für sich einschätzen sollen, inwieweit dies effektiv ist und einer normalen Kommunikation zwischen den Staaten entspricht, inwieweit ein künstliches Streben, ein jeweiliges Thema zu politisieren, den Interessen der Staaten entspricht, die dazu greifen.

Frage: Hat US-Außenminister Rex Tillerson eine Einschätzung für die Verhandlungen in Astana gegeben?

Sergej Lawrow: Ja, er äußerte Bereitschaft, diesen Prozess zu unterstützen. Wie sie wissen, war der US-Botschafter in Kasachstan, George Krol als Beobachter beim Treffen in Astana im Januar anwesend, beim jetzigen Treffen ist er ebenfalls anwesend. Wir reichten eine Einladung an die USA ein. Washington beschloss, in der Periode der Aufstellung der US-Administration und Verwaltung des Außenministeriums, die sich mit der Syrien-Regelung befasst, eigenen Botschafter in Kasachstan zu schicken, der an diesen Sitzungen im Januar und heute teilnahm.

Frage: Wie sind Ihre ersten Eindrücke vom US-Außenminister Rex Tillerson in seiner neuen Funktion?

Sergej Lawrow: Ich habe Rex Tillerson zuvor nicht getroffen. Ich sagte bereits, dass das Treffen produktiv, pragmatisch, offen und meines Erachtens nützlich war.

 

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