19 September 201514:26

Stellungnahme des Beauftragten des Außenministeriums Russlands zu Menschenrechtsfragen, Demokratie und Rechtshoheit, Konstantin Dolgow, zu einem weiteren Fall der Heroisierung des Nazismus in Lettland

1763-19-09-2015

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Am 11. September wurde in Ile (Lettland) das Denkmal für „lettische Waldbrüder“ eröffnet.

Es soll daran erinnern, dass die Gruppierung der Waldbrüder, die in Kurzeme agierte, vor allem aus ehemaligen lettischen Waffen-SS-Legionen bestand und für den Tod  von 1500 bis 3000 Menschen, darunter friedliche Zivilisten, verantwortlich war.

Erstaunen löst die Tatsache aus, dass die Veranstaltung von offiziellen Beamten unterstützt wurde. Bei der Eröffnung des Denkmals waren rund 300 Menschen anwesend, darunter Vertreter der Streitkräfte der Republik Lettland. Ein Grußwort sprach die Parlamentsvorsitzende Lettlands Inara Murniece.

Wir halten diese weitere zynische Aktion zum Lob der Kollaborateure der Nazi-Verbrecher in Lettland für eine Verhöhnung des Gedenkens an Millionen Gefallenen im Kampf gegen die „braune Pest“.

Die lettischen Behörden halten weiter am zerstörerischen Kurs zur Revision der Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs fest, was dem Völkerrecht widerspricht, darunter Beschlüsse des Nürnberger Tribunals, und den Völkerrechtsverpflichtungen zum Widerstand gegen Neonazi- und Fremdenhasstendenzen entgegensteht.

Wir rufen die internationale Gemeinschaft, darunter anerkannte Menschenrechtsorganisationen, dazu auf, den besorgniserregenden Fällen der Heroisierung des Nazismus in der Republik Lettland mehr Aufmerksamkeit zu widmen und entsprechend zu verurteilen.

 

19. September 2015

 

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